Neue Autoren klopfen lautstark an die Hintertür der russischen Literatur: Öffnet euch! Sie haben sich von der Vergangenheit und (manche von ihnen) von ihrer Heimat verabschiedet, ihr Status ist vorläufig – sowohl rechtlich als auch im weiteren Sinne, auf diesem Planeten; sie besitzen nichts mehr und finden nirgendwo einen Platz. Doch aus diesem Verlust schöpfen sie neue Energie und neue Bedeutung.
Sie treffen Wladimir Sewrinowski, den Autor des bereits überaus erfolgreichen Romans „Das Leben des Dmitri Markow“, Igor Solotarew (dessen Roman „Der Kriminalfall“ Dmitri Bykow, wie er in seiner Rezension anmerkte, erzürnte), Sorin Brut („Ein Roman ungeschickter Briefe“) und Jewgenija Ursu („Zug nach Bali“, online verfügbar). Wir werden definitiv über den Roman „Der männliche Staat“ sprechen; der Verlag hält den Namen des Autors bis auf Weiteres mit Sternchen verborgen, aber das hindert uns nicht daran, über den Roman selbst zu diskutieren.
Die Diskussion wird von Andrey Arkhangelsky moderiert.
