Alexander Delfinov

Alexander Delfinov (geboren 1971 in Moskau) ist Dichter, Prosaautor, Performance- und Spoken-Word-Künstler sowie Journalist. Er ist Mitbegründer des Kunstclusters PANDA platforma (Berlin, 2009). Er gewann die internationale Poetry SLAM! Revue in Berlin (2007), das internationale Poetry-Slam-Festival „Slamstival“ in Jerusalem (2016) und war Finalist des European Poetry Slam (2020). Sein Stil zeichnet sich durch eine Kombination aus Umgangssprache und klassischer Lyrik, Punk-Ästhetik und Konzeptkunst, Absurdität und Bühnenimprovisation aus. Seine Gedichte wurden ins Deutsche, Englische, Spanische, Italienische, Finnische, Französische, Griechische, Georgische und Hebräische übersetzt. Seit 2023 führt er die Theaterperformance „Unter der Wache des Waschbären“ auf, die auf Artur Solomonows Roman „Nathan“ basiert. Die Einnahmen wurden für die Ukraine gespendet. Seit 1998 arbeitet er mit verschiedenen Nichtregierungsorganisationen zusammen, die sich in Russland für HIV-Prävention und eine humane Drogenpolitik einsetzen, insbesondere mit der Andrey-Rylkov-Stiftung. Er ist Teilnehmer des Projekts #ЯПсих, einer Dokumentarfilmreihe über Menschen mit psychiatrischen Diagnosen (Berlin, 2019–2021). 2024 veröffentlichte er das Antikriegs-Spoken-Word-Album „Radio Spektakel“, eine Zusammenarbeit mit dem Musiker und Soundproduzenten Evgeny Shapovalov. 2025 erschien mit Petr Goriev das musikalisch-poetische KI-Album „Songs of the Last Wave“. Er lebt seit 2001 in Berlin. Im Mai 2025 wurde er in der Russischen Föderation als „ausländischer Agent“ eingestuft.

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