Wladimir Sorokin präsentierte in Berlin seinen Roman „Das Märchen“ – eine postapokalyptische Geschichte über einen Teenager in einer Welt nach einer Nuklearkatastrophe. Die Buchvorstellung fand in der altehrwürdigen Immanuelkirche statt, die kaum genug Platz für alle bot, die den russischen Autor sprechen hören wollten.
„Das Genre ist kraftvoll, archaisch, tief in Land und Geschichte verwurzelt. Vielleicht, weil wir in einer Märchenzeit leben. Es ist voller Unheimlicher, Grotesker und geradezu Fantastischer“, sagt Sorokin über das neue Buch.
Auf die Frage nach seinen Zukunftsplänen antwortete der Schriftsteller: „Ich weiß nicht, was ich schreiben werde, und vor allem nicht, wann. Es passiert immer, wie ein plötzlicher Liebesschub … Im Moment denke ich an einen Roman über Berlin. Aber der Text muss erst einmal ruhen, wie eine Weihnachtsgans: Solange sie nicht reif ist, kann sie nicht gebraten werden.“
Weitere Details auf der Website der Deutschen Welle:
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