Desinformation hat sich in der modernen Welt zu einer mächtigen Waffe entwickelt: Blitzschnell verbreitet sie sich über Blogs und traditionelle Medien und dringt sogar auf Buchcover und in wissenschaftliche Publikationen ein. Wie entstehen Fälschungen, welchen Prinzipien folgen sie und wie kann man ihnen entgegenwirken? Dieses Wissen ist unerlässlich für alle, die Inhalte erstellen und konsumieren.
Eine der weitreichendsten und wirksamsten Desinformationskampagnen ging als „Operation Infektion“ in die Geschichte ein. 1986 täuschte der KGB die ganze Welt, indem er behauptete, AIDS sei von den Amerikanern in einem geheimen Labor als neuartige Biowaffe entwickelt worden. Ausgehend von einem einzigen Zeitungsartikel beherrschte diese Desinformation rasch die Titelseiten weltweit, drang in wissenschaftliche Kreise ein und kursiert selbst vierzig Jahre später noch.
Der Dokumentarfilmer Igor Sadreev hat die „Operation Infektion“ in mehreren seiner Filme thematisiert. Bei dem Treffen wird er darüber sprechen, wie der KGB diese Kampagne konzipierte, welche Rolle Journalisten und Wissenschaftler dabei spielten und was wir alle zum Schutz unserer Gesundheit tun können.
Das Treffen findet in Zusammenarbeit mit dem Projekt Quarteera e. V., mit Unterstützung der Zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit und des Auswärtigen Amtes statt.
