Ilya Danishevsky ist ein Dichter und Schriftsteller, der an der Schnittstelle von Lyrik und Prosa arbeitet und Sprache als Werkzeug nutzt, um extreme Zustände zu erforschen. Seine Texte verweben Themen wie Gewalt, gestörte Kommunikation, Körperlichkeit und Sexualität, gleichgeschlechtliche Liebe und den Konflikt zwischen persönlicher Erfahrung und dem Druck totalitärer Realität. Seine Prosa und Lyrik thematisieren traumatische Erlebnisse, die sich oft nicht auf konventionelle Weise ausdrücken lassen. Er ist Autor der Bücher „Zärtlichkeit für die Toten“, „Mannelig in Ketten“, „Damoclean Techno“ und „Der Bär und das Pendel“, Finalist des Andrey-Bely- und des Arkady-Dragomoshchenko-Preises, Teilnehmer der Internationalen Lyrikbiennale und Stipendiat auf Schloss Wiepersdorf. Seine Texte wurden in mehrere europäische Sprachen übersetzt. Seit 2022 lebt er in Köln.
Bei dem Treffen wird Ilya Danishevsky über sein neuestes Buch „Der Bär und das Pendel“ (Literatur ohne Grenzen) und seinen Roman „Damokles' Techno“ (Freedom Letters) sprechen, der für den diesjährigen Dar-Preis nominiert wurde.
„Der Bär und das Pendel“ ist eine Verschmelzung von Lyrik und Prosa. Es erzählt von Menschen, die vor Kriegen fliehen und Zuflucht suchen, auf der Suche nach Liebe und Identität. Ihre illusionären Leben explodieren in Phantasmagorien aus Realität und Poesie, die politische Relevanz und menschliche Intimität miteinander verbinden. Der Roman „Damocles Techno“, inspiriert von Tarotkarten, einem Arthouse-Computerspiel und düsteren Zukunftsprognosen, schildert die Schattenseiten von Krieg, Exil und den menschlichen Kampf gegen das Böse der Geschichte – alles im Stil eines erschreckenden deutschen Märchens, kompromisslos in seiner Hoffnungslosigkeit.
Moderator – Dmitry Kuzmin
