In seinem früheren Leben war der Held Journalist und schrieb für eine Moskauer Zeitung über Fahrräder. In seinem neuen Leben ist er FSB-Agent und observiert Vertriebene. Doch von Beginn der Geheimoperation an läuft etwas schief … Pjotr Turechins offene Autofiktion fängt unsere Zeit in verschiedenen Genres ein. Es ist Spionageroman, Horrorgeschichte, Reisebericht und Tagebuch zugleich. Jahreszeiten, Orte und Perspektiven wechseln. Frühling, Sommer, Herbst, Winter und wieder Herbst. Tiflis, Tel Aviv, Berlin, Bayeux, St. Petersburg – in jeder dieser Landschaften seziert der Autor das Gefühl der Verlorenheit, den Alltag eines Emigranten, zwischenmenschliche Beziehungen und den Versuch, das frühere Selbst zu bewahren oder sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, indem man ein anderer Mensch wird.
Petr Turekhin (St. Petersburg) lebt abwechselnd in Berlin und São Paulo. Er absolvierte das Smolny-Institut für Geistes- und Naturwissenschaften mit einem Abschluss in Literaturwissenschaft. Er ist Autor der Romane „Emergence“, „Male Sweat“, „Direct Feelings“ und „Landscapes of Lost Time“.
