VOM AUTOR:
Ich schreibe viel, aber nur kurz.
Es war einfach so: In meiner zarten Jugend, als begeisterter Leser, war ich vom Reiz des Lakonismus fasziniert. Je kürzer, desto besser! Ich habe nichts gegen Proust, er ist einfach nicht mein Fall. Was mich anspricht, sind Puschkins „Szene aus Faust“, „Prinzessin Maria“, Tschechows „Feinde“, Averchenko und Doroschewitsch, Babel und Soschtschenko, Schwarz, die Oberjuts, Lec...
Als ich in meiner Jugend anfing, auf Papier zu kritzeln, tat ich das recht viel. Doch ich stellte immer wieder fest, dass meine Handlung dort endet, wo die Exposition eines normalen Schriftstellers beginnt. Mit vierzig Jahren begriff ich, dass ich nie einen Roman schreiben würde. Ich entwickelte eine leichte Unsicherheit angesichts meines bescheidenen literarischen Schaffens, aber dann hörte ich damit auf: Es ist, wie es ist.
Seit meiner Jugend sind meine schönsten Momente am Schreibtisch die, in denen ich das Geschriebene durchstreiche. Wenn ich es schaffe, still zu bleiben, bin ich ein wahres Genie.
Dieses Buch enthält, teils in Neuauflagen, verschiedene kurze Texte aus vierzig Jahren schriftlicher Arbeit. Es wird nicht viel Zeit in Anspruch nehmen.
