Persönliche Texte wirken wie ein Geständnis – sind es aber fast nie. Sie bieten Angehörigen die Möglichkeit, sich im Text wiederzuerkennen…
Wo verläuft die Grenze zwischen Leben und Literatur? Hat ein Autor das Recht auf seine eigene Version gemeinsamer Erfahrungen? Und warum wird in Kriegszeiten jede persönliche Äußerung politisch und verschärft die Differenzen selbst innerhalb von Familien?
Einleitung: Anna Sandermoen, Herausgeberin
Olga Solongo (Olga Nikitina-den Besten) (Frankreich) ist eine europäische Schriftstellerin und Forscherin aus Ulan-Ude mit einem interdisziplinären Hintergrund in Psychologie, Soziologie und Journalismus. Sie hat in Russland und führenden Medien in Frankreich, Deutschland und Großbritannien publiziert. Sie lehrt an europäischen Universitäten und schreibt Prosa an der Schnittstelle von Persönlichem und Politischem. Darüber hinaus ist sie Romanautorin und Mitautorin eines Buches über russische Antikriegsaktivisten, das in Paris auf Französisch erschienen ist.
