Ein neues Buch des renommierten Historikers und Journalisten Juri Felschtinski erzählt die Geschichte von Belarus aus der Perspektive von Natalia Radina – vom Widerstand einer Journalistin, die sich im Epizentrum des politischen Kampfes wiederfand und sich weigerte, sich Diktaten zu beugen. Es ist eine Geschichte von Mut, Integrität, Kompromisslosigkeit und dem Preis der Freiheit.
Die Erzählung verwebt Persönliches mit Historischem, und die Biografie wird zum Mittel, um eine Geschichte über Belarus zu erzählen, wo die Vergangenheit die Gegenwart prägt. Gleichzeitig ist das Buch aber auch ein Porträt von Natalia Radina selbst, der Chefredakteurin der Website „Charter '97“, deren Arbeit die Diktatur herausforderte.
Natalia Radina war Zeugin und Beteiligte der Ereignisse der letzten Jahrzehnte in Belarus. In diesem Buch schildert sie gemeinsam mit ihren Kollegen und Unterstützern – Andrei Sannikov, Dmitry Bondarenko und Alexandra Herasimenia –, wie die Hoffnungen auf demokratischen Wandel zunichtegemacht wurden, wie die Machthaber das Land durch Mord und Repression in ein Reich der Angst verwandelten und wie Radina selbst, nach Haft und Flucht ins Ausland, zu einer anerkannten Oppositionsführerin wurde, die den Sturz der Diktatur anstrebte. Am Beispiel des Lebens einer Journalistin wird die Geschichte eines Volkes erzählt, das weiterhin für die Freiheit kämpft.
Natalia Radina
Yuri Felshtinsky (Moderator)
