1. Mai, 13:00 – 14:30 Uhr
Halle 2
Diskussion: „Übersetzung russischsprachiger Literatur nach 2022: Sichtbarkeit, Verantwortung und Perspektiven“

Seit dem 24. Februar 2022 hat sich die Landschaft für Literaturübersetzer aus und ins Russische in Deutschland deutlich verändert. Aufträge, professionelle Netzwerke, Publikationsmöglichkeiten und öffentliche Formate haben sich stark reduziert oder sind ganz verschwunden. Als digitale Plattform mit Fokus auf osteuropäische Perspektiven Dekoder.org €XNUMX beobachtet diese Situation nicht nur auf der Ebene der Veröffentlichung, sondern auch in Zusammenarbeit mit Autoren, Übersetzern und Redakteuren.

Gleichzeitig entstehen in der Emigrantengemeinschaft neue literarische Stimmen, die in Deutschland noch weitgehend unbekannt sind. Dadurch entsteht die Gefahr einer Entfremdung: Deutschsprachige Leser verlieren den Zugang zu zeitgenössischer russischsprachiger Literatur und Essays – und damit zu Erfahrungswelten und Interpretationsansätzen, die über die Nachrichten hinausgehen.

Diskussion angestoßen von DekoderZiel ist es, spezifische Vermittlungsformate zu etablieren und Leser, Übersetzer, Autoren sowie Verlage, Literaturagenturen und Redakteure wieder ins Gespräch zu bringen.

Ruth Altenhofer, Literaturübersetzerin (Dekodiererin), Wien

Rosemarie Tietze, Literaturübersetzerin, München

Maria Schliesser, Literaturagentin, Berlin

Friederike Meltendorf, Moderatorin (Dekodiererin) Die Diskussion wird mit Simultanübersetzung ins Deutsche und Russische stattfinden – mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung.

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