Irina Ivanchenkos Lyrik ist von höchster Qualität, man könnte meinen, sie sei aus jenem Stoff gewoben, aus dem man Müsli näht – doch nein, sie ist aus etwas viel Subtilerem und Beständigerem gewoben. Ihr neues Buch beweist es. Hier ist, was Irina Evsa darüber schrieb:
Ich würde die Gedichte in Irina Ivanchenkos neuem Buch als Poesie stiller Stoa einordnen. Stoa ist in ihrem Fall weniger eine philosophische als vielmehr eine moralische Kategorie, die dieser Dichterin ganz natürlich zukommt. Keine Parolen, keine Bekundungen. Der Leser entdeckt eine Welt ohne Hass, nur Zärtlichkeit; ohne Aggression, nur Demut; ohne Klagen gegen den Schöpfer, nur mit einem klaren Verständnis der Grenze zwischen Gut und Böse. Wenn die Waffen „sprechen“, schweigen die Dichter nicht, doch ihre Stimmen werden manchmal vom Lärm der Waffen übertönt. Und je lauter es ist, desto stärker ist der Wunsch, in der harmonischen Welt Irina Ivanchenkos zu verweilen, einer Welt voller „Milch und Honig“, Liebe und Hoffnung, denn sie ist wahrhaft tröstlich.
Morgen wird es zu einer Zerstreuung und Flucht kommen.
himmlische Gewässer in der Umgebung.
— Was ist da, Herr, ein Feind oder Schnee?
— Die Kirschbäume blühen..
