Der Verein StraightForward präsentiert im Rahmen der Buchmesse Bebelplatz Berlin öffentliches Pitching von Büchern in russischer Sprache für ein internationales Publikum.
Wie erschafft der Kreml ein weltweites Netzwerk im Kampf gegen die LGBTQ+-Community? Wann und wie werden Menschen für Kriegsverbrechen bestraft? Wie hat Russland ein System zum Diebstahl ukrainischer Kunst aufgebaut? Warum war die sowjetische Intelligenzija machtlos gegenüber der Sehnsucht nach einer „starken Hand“? Woher stammt die Idee, dass Atombomben eine besondere Rolle im Kampf Orthodoxen gegen den Antichristen spielen? Wie haben die Menschen in Donezk zehn Jahre lang Krieg und Besatzung überlebt?
Darüber sprechen Stipendiaten von StraightForward, die mutige Non-Fiction-Bücher über das heutige Russland verfassen. Diese Bücher werden in Europa auf Russisch veröffentlicht und in Fremdsprachen übersetzt. Sie sind Teil eines internationalen Diskurses über Russland und die Sicherheit in Europa. Es ist essenziell, diejenigen zu hören, die Russland vor allem aus professioneller Perspektive betrachten. Heute sind es deutsche Experten der Buchbranche, die wissen, was die Menschen in Deutschland lesen möchten, welche Themen sie interessieren und welchen Stellenwert Russland in der Nachfrage nach Sachbüchern einnimmt.
Die Stipendiaten von StraightForward stellen ihre Bücher vor:
- Sergej Bondarenko, Historiker, Autor des Buches "Die Gesellschaft "Memorial und der Kampf um die Vergangenheit in Russland“
- Xenia Lutschenko, Journalistin, Autorin eines Buches über das Verhältnis von Kirche und Staat im postsowjetischen Russland
- Sascha Kazantsewa, Sex-Bloggerin, Aufklärerin und Journalistin, schreibt das Buch „Anti-Gender. Wie der Kreml in Russland und weltweit gegen LGBTQ+ kämpft"
- Anastassia Lotarewa, Journalistin, schreibt das Buch "'Der Krieg wird alles verzeihen.' Wer russische Kriegsverbrechen in der Ukraine begeht und wer sie aufdeckt"
- Yegor Mostovshikov, Journalist, narrativer Psychologe, schreibt das Buch „Lutfond: Wie Russland Kunst und Kulturerbe der Ukraine stiehlt“
- Dmitri Durnew, Journalist, beendet ein Buch „Wo waren wir acht Jahre lang? Der Donbass im XXI. Jahrhundert"
Für die Jury, Teilnehmer und das Publikum wird eine Simultanübersetzung ins Russische und Deutsche organisiert.
Die Jury-Mitglieder:
- Katharina Raabe – Leiterin der osteuropäischen Literaturabteilung des Suhrkamp Verlags Suhrkamp
- Maria Rayer – Übersetzerin von Büchern von Andrey Platonov, Mikita Franko, Pawel Pepperstein und Dmitri Gluchowski
- Wolfgang Hörner – Leiter des Verlags Galiani
- Maria Schliesser – Literaturagentin
- Norma Schneider – Journalistin, Autorin des Buches über die unabhängige russische Kulturszene in der Opposition „Punk statt Putin“
- Isabelle Schneider – Buchhandlung Dussmann
- Jörg Plath – Literaturkritiker, Journalist, Schriftsteller
- Jewgeni Kogan, – Gründer des Buchladens und des Verlags "Babel"
- Maxim Kurnikow, – Leiter des Verlagsprojekts und Buchladens "Echo Bücher"
Über StraightForward Foundation
Eine gemeinnützige Organisation, die 2023 von russischen Verlegern und Schriftstellern in Deutschland gegründet wurde. Ziel von StraightForward ist es, gegen Zensur und aufgezwungene Narrative anzukämpfen, indem dokumentarische Materialien über Russland in verschiedenen Sprachen der Welt, darunter Russisch, verbreitet werden.
Die Veranstaltung wird von der Friedrich-Naumann-Stiftung gefördert.
